Bedingungen
Als erste Tango-Schule, die ihre Schüler/innen nach Ihren Absichten für sich und den Tango fragt, haben wir Ende Juni 2015 unsere Arbeit evaluiert. Danke allen, die durch ihre Auskunft zu absichtsvollerem Unterricht beigetragen haben. Anhand Eurer Auskünfte haben wir uns nun neu ausgerichtet und setzen unsere Kurse anhand Eurer Ziele zusammen.

Bedingungen für unseren Unterricht aufzustellen ist ein Ergebnis unserer Umfrage. Wir wollen Dir damit zum einen transparent machen, worauf Du Dich bei uns einlässt und zum anderen mit Deiner Anmeldung Deine Zustimmung zu den Bedingungen erhalten.

Du findest bei jedem Kurs die Bedingungen mit diesem Zeichen versehen˜. Es reicht von Minimum ˜ (ein Zeichen) bis Maximum ⊗⊗˜⊗⊗ (vier Zeichen). Du kannst daran ablesen, wie viel Raum diese Voraussetzung im jeweiligen Kurs einnimmt. Wenn Du einen Kurs buchst, erklärst Du Dich damit einverstanden, diese Bedingungen zu erfüllen. Ruf uns bitte an, wenn Du einer der Bedingungen nicht zustimmst.

Hier unsere Bedingungen:

Achtsamkeit: Tanzen (lernen) funktioniert über körperliche und verbale Sprache, die bisweilen vom Gegenüber anders verstanden wird. Ich praktiziere Achtsamkeit.

Basics:
Die grundlegendste Bewegungsabfolge für den Fortschritt (im wahrsten Sinne des Wortes) ist das Erlernen des aufrechten Gehens. Ich bin bereit immer wieder am Thema „Gehen“ zu arbeiten.

Gemeinschaft:
Wer in tragende menschliche Beziehung investiert, sahnt das größtmögliche Kuchenstück des Glücks ab. Ich begegne gerne den anderen Kursteilnehmenden und stelle einen liebevollen Kontakt zwischen uns her.

Körperarbeit:
Mobilität ist für uns ein wesentlicher Baustein für geschmeidiges und flexibles Tanzen. Wir arbeiten mit Impulsen aus dem Tai-Chi und Yoga zum Ankommen, Aufwärmen, Stretchen und Entspannen von Körper und Geist. Ich mache die Körperübungen konzentriert und bin achtsam.

Musikalität:
Du tanzt, weil Musik spielt! Wir arbeiten im Unterricht mit der traditionellen Tangomusik und stellen Dir in jedem Unterrrichts-Quartal ein Orchester und seine typischen Charakteristika vor. Deine Untersuchung der Tango-Musik hilft Dir heraus zu finden, wie Du Musik hörst, tanzt und wo Deine Vorlieben sind. Mit geübten Ohren hast Du damit eine tolle Orientierung für klassische Milongas (Tanzabende). Ich setze mich mit der Tango-Musik auseinander.

Partnerwechsel: Das größte Potential an tänzerischer Weiterentwicklung für die Improvisation im Tango Argentino ist dort, wo ich vertraute Bewegungsabläufe mit einem fremden Menschen tanze. Diese Ressource zu nutzen heißt, Dich weiter zu enwickeln. Ich verlasse meine tänzerische Komfortzone, die ich mit dem vertrauten Tanzpartner teile und stelle mich meinem neuen Gegenüber zum Lernen zur Verfügung.

Persönliche Weiterentwicklung: Manche Körperhaltung entspringt einer inneren Lebenshaltung, die bisweilen schon viele Jahre eingeübt ist und sich jetzt beim Tanzen als Blockade erweist. Von Außen sehen wir das und können das über Bewegungsübungen nur teilweise mit Dir auflösen. Ich lasse zu, dass meine Lehrer/innen mich fragen, ob sie mich zu meiner inneren Haltung befragen dürfen.

Salon: im Tango Salon (Tanzraum für die Tangoveranstaltung) bezeichnet die Ordnung für einen guten Tanzfluss auf der Tanzfläche. Ich erlerne und übe die Salon-Regeln und stelle zum Wohle des Miteinanders auf der Tanzfläche meine eigenen tänzerischen Figuren dahinter zurück.

Übungen für Zuhause: Es ist wie beim Lernen eines Instrumentes: der kleinste Anteil ist Begabung, der größte die Disziplin zum Üben. Wichtig ist, dass Du es tust. Beispiele einer Übung kann die Analyse eines bestimmten Musikstückes, eine kleine tägliche Körper-, oder Gedankenübung sein. Ich mache meine „Hausaufgaben“.

Videoanalyse: Wir arbeiten ab Basis2-Kursen im Unterricht mit Videoaufzeichnungen. Ich erlaube Aufzeichnungen von mir während ich tanze. Dieses Bildmaterial stelle ich als Lehrmaterial für mich und andere in meinem Kurs zur Verfügung.